Prüfung Hallein-Oberalm 2010

Julius-Nowak-Gedächtnisturnier bei der OG 43 Hallein-Oberalm

Am 11./12.09.2010 war für Fellow und Franjo das zweite Turnier für die Wertung in der Salzburger Landesmeisterschaft bei der SVÖ-Ortsgruppe Hallein angesagt. Der Sonntag an dem wir starteten begann kühl und sonnig.

Als erstes war wie bei fast jeder Vielseitigkeitsprüfung das „Fährten“ angesagt. Am Fährtengelände angekommen ging ich mit meinen Jungs noch einmal ein wenig spazieren um alles loszuwerden was ihre Fährtenarbeit stören könnte. Das Fährtengelände war sehr schön und die Fährten klasse gelegt.

Franjo machte den Anfang. Er fing gut an war sofort in der Sucharbeit und fährtete in einem tollen Tempo. Plötzlich zeigte er den ersten Gegenstand an aber überlief ihn. Nächster Schenkel immer noch eine tolle Sucharbeit zweiter Gegenstand, kurzes zögern und wieder überlaufen. Daraufhin schickte ich ihn ins „Platz“ und hob den Gegenstand auf. „Such“ und weiter gings. Am Schluß angekommen dachte sich unser Großer wahrscheinlich jetzt ruiniere ich mir meine Frisur im nassen Gras auch nicht mehr. Es muss langen wenn ich ihn wieder mit Verzögerung anzeige und gleich drüberlaufe. Somit fehlten uns 20 Punkte auf einer ÖPO 3-Fährte. Unglaublich! Denn unser Franjo war sich anscheinend keiner Schuld bewußt! Wenn man überlegt, dass er FH 1-Fährten im vorzüglichen Bereich ablegt um so unvorstellbarer! Die Bewertung des Richters „in der Sucharbeit kann man ihm fast nichts wegnehmen aber …“ Momentan betreibe ich Ursachenforschung und denke ich bin ein wenig weitergekommen. Die Frage die ich mir stelle warum zeigt er alle Gegenstände an, verharrt kurz und läuft dann doch weiter? Ich denke ich habe die Lösung gefunden und wir werden sehen wie er sich in der Gegenstandsarbeit bei der nächsten Fährte verhält!

Als nächstes kam unser „Sunnyboy“ Fellow an die Reihe. Gut drauf wie immer mit einem kleinen Liedchen auf den Lippen begaben wir uns zum Abgangsort der Fährte. Geschirr angelegt und los gings. Ansatz genommen und dann gleich im Tempo erhöht was dazu führte, dass er auch gleich den ersten Gegenstand überlief! Etwas flottes Tempo und eine Unkonzentriertheit führten dazu, dass er auf der Geraden des vorletzten Schenkels plötzlich seine Fährte verlor und sich wieder hineinsuchen musste! Danach ging er sicher nach Hause und fand auch die zwei letzten Gegenstände.

Wieder angekommen auf dem Trainingsgelände der OG Hallein war die Temperatur deutlich gestiegen und es wurde aus dem kühlen Morgen ein sehr warmer Herbsttag. Wolfi mit Chalin und Franjo mit mir waren ein Team in der Unterordnung. Chalin ging mit Wolfi zuerst die Unterordnung und „versemmelte“ die Sitzübung einer sehr schönen Unterordnung. Franjo dachte sich anscheinend als er dies sah, ach da habe ich ja jahrelang was falches gemacht, statt „Sitz“ muß man hier „Stehen“ und versemmelte wie Chalin gleich im Anschluß auch die „Sitzübung“.

Nun war wieder mein kleiner Sänger an der Reihe. Kaum auf dem Platz merkte ich seine Unkonzentriertheit. Es war Schwerstarbeit ihn in die Konzentration zu bringen. So viele Zuschauer und Geräusche sind doch wesentlich interessanter als die Arbeit. Fellow wurde als erster abgelegt. Ich ging ins Versteck und schaute durch ein Loch zu ihm hinüber. Auf einmal wurde sein Hals immer lang und länger, er erhob sein Hinterteil, dann sein Vorderteil und nun ging er mit tiefer Nase seelenruhig am Rande des Platzes entlang während das andere Team bereits arbeitete. Meine Hoffnung er würde sich selbst wieder ablegen wurde nicht erfüllt. Ich sehe mein Herrli nicht also sieht er mich auch nicht! Dies wurde durch ein lautes scharfes Platz wiederlegt. Fellow legte sich ab und blieb bis zum Ende der Prüfung liegen. Während der Unterordnung musste er beim „Schießen“ gleich nach hinten schauen wer denn da so einen Lärm macht. In der Gruppe kam sein sonniges Gemüt zum Vorschein denn ich merkte dass er eine Frau in der Gruppe begrüßen wollte. Kurz um es war harte Arbeit ihn bei Laune zu halten.

Franjo war in der Schutzdienstarbeit natürlich wieder der Erste. Bis auf ein zweites Hörzeichen nach dem zweiten Angriff der langen Flucht machte er einen ordentlichen Job!

Das erste Revier stand vor einer Buschabgrenzung. Dahinter befand sich ein kleiner Bach. Ca. 1 Meter vom ersten Revier entfernt war eine kleine Brücke über den Bach. „Revier“ und Fellow lief los, vollgas auf die Brücke mit einer leichten Hocke um in den Bach zu springen. Ich dachte ich sehe nicht richtig und rief Fellow. Daraufhin kam er zu mir und bekam ein weiteres  Hörzeichen „Revier“. Es war ihm anscheinend zu heiß denn er wollte viel lieber baden statt „kämpfen“ und deshalb versuchte er erneut in den Bach zu springen! Nach einem weiteren Revier nahm er seine Arbeit auf und lieferte einen tollen Schutzdienst ab.

Für meine Buben und mich ein etwas komisches Turnier weil hier Dinge passiert sind die unter die Rubrik fallen „das hat er noch nie gemacht!“

Trotzdem wurde Fellow mit dem 1sten und Franjo mit dem 2ten Platz belohnt! Klasse ist auch, dass Fellow für sein sehr junges Alter seit dem vergangenen Wochenende über 2 Ausbildungskennzeichen verfügt: SchH3 und ÖPO3!

Das Turnier in Hallein-Oberalm war super organisiert! Es war eine klasse Stimmung, das Fährtengelände sehr gut und die beiden Schutzdiensthelfer machten einen klasse Job! Kurz um eine sehr schöne gelungene Veranstaltung!